Inklusionspreis für
Kerstin Dostall
3. Ostholsteiner Tag der Inklusion wurde in Bad Schwartau mit einer Premiere gefeiert.

Bad Schwartau. Der Ostholsteiner Tag der Inklusion (OTI) hat seine dritte Auflage in Bad Schwartau erlebt. Auf dem Gelände der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule (ESG) standen unter dem Motto „Generationen in Vielfalt“ Informationen, Mitmachangebote und Begegnungen im Mittelpunkt.

Der OTI versteht sich seit seiner Premiere 2024 als Einladung, miteinander ins Gespräch zu kommen, Neues auszuprobieren und Barrieren abzubauen. Veranstaltungsorte waren das Gelände der ESG, die Mensa, die Sporthalle sowie die Krummlandhalle.

Organisiert wurde die Veranstaltung federführend vom Team der Stadtjugendpflege Bad Schwartau unter der Leitung von Sigrid Wassermeyer. Unterstützung kam von vielen Seiten – Stadt, Kreis, ESG und insbesondere von den Beauftragten für Menschen mit Behinderungen Martina Scheel (Oldenburg), Kathrin Erbe (Bad Schwartau) und Sebastian Bertram (Plattform inklusive Jugendarbeit).

Bei der Eröffnungsfeier mit rund 150 Gästen lobte Bürgermeisterin Katrin Engeln (Grüne) die Beteiligten: „Inklusion geht uns alle an und hat ganz viel mit Respekt zu tun. Genau darauf sollten wir alle mehr achten, um glücklich und zufrieden leben zu können.“

Erstmals wurde beim OTI der Inklusionspreis des Kreises Ostholstein vergeben. Die Jury entschied sich für Kerstin Dostall, Leiterin der Offenen Ganztagsschule (OGS) Süsel. An der OGS gibt es auch eine Außenstelle des Förderzen-trums Papenmoor. Beide Einrichtungen hatten viele Jahre nebeneinander gearbeitet. Auch das Mittagessen wurde zunächst in getrennten Räumen eingenommen. Seit mehreren Jahren essen die Kinder gemeinsam. Sie spielen miteinander und führen Theaterstücke auf. „Sie haben Begegnungen geschaffen und Berührungsängste abgebaut“, sagte Kreispräsidentin Petra Kirner über Dostalls Arbeit. Die Preisträgerin selbst erklärte: „Für mich ist es selbstverständlich. Die anderen sehen und dort abholen, wo sie stehen. Das ist mir wichtig.“

Der Inklusionspreis ist mit 2500 Euro verbunden. Einen Sonderpreis für gelebte Teilhabe erhielten Barbara Kempe und Jörg Dohse. Kempe hat Dohse trotz einiger Einschränkungen im Vocapella-Chor integriert.

Das Programm setzte auf Beteiligung. Am Stand der Schwartauer Werke konnten Besucherinnen und Besucher unter anderem Geruchs- und Geschmackssinn testen. Angeboten wurden außerdem Knotendiplom, Glücksrad, Buttons gestalten sowie Tanz- und Kreativangebote.

In der Sporthalle warfen Teilnehmende mit Handbällen auf ein Tor und maßen ihre Wurfgeschwindigkeit. Das Angebot wurde auch von den Handballern der Wilden 13, einem Inklusions-Team beim ATSV Stockelsdorf, genutzt.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Schulbands der ESG mit Livemusik. sep
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