Das digitale Gottesdienstformat entstand während der Corona-Pandemie und erreicht nach Angaben des Kirchenkreises inzwischen mit jeder Ausgabe mehrere Tausend Menschen in Lübeck und darüber hinaus. Rund 40 Ehrenamtliche gehören zum Team, darunter viele Jugendliche und junge Erwachsene. Sie kümmern sich unter anderem um Kameras, Ton und weitere Technik. „Was die jungen Leute da alles so wuppen, ist schon wirklich ein Knaller“, sagt Poepping.
Die Pastorin möchte künftig die Arbeit in den Lübecker Gemeinden noch stärker mit den digitalen Angeboten verbinden. „Es ist einfach eine ganz große Chance, die wir da haben als Kirche, Menschen zu erreichen“, sagt sie. Dass auch online eine Gemeinschaft entstehen könne, zeige sich etwa im Chat während der Gottesdienste. Besonders wichtig seien ihr dabei auch die Fürbitten.Wie weit die digitale Gemeinde inzwischen reicht, habe sich zuletzt auch ganz konkret gezeigt: Zwei regelmäßige Zuschauerinnen seien eigens aus Süddeutschland nach Lübeck gereist, um die Auferstehungskirche und das Team kennenzulernen. Für Poepping ist das ein Beispiel dafür, dass das Format auch über große Entfernungen Verbindungen schaffen könne.
Auch neue Angebote sind geplant. Entwickeln möchte Poepping diese gemeinsam mit dem Team. Im Gespräch sind unter anderem ein Format speziell für Jugendliche und ein Podcast. Auch die Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten, die #liveline während seiner Sommertour veranstaltet, sollen fortgesetzt werden. Poepping kann sich dafür etwa einen Freizeitpark vorstellen.
Mit dem Standort in Marli-Brandenbaum will das Team zudem stärker im Stadtteil präsent sein. Poepping sieht die Auferstehungskirche als einen Ort, dessen Bedeutung über das unmittelbare Umfeld hinausreiche.
Ihren ersten #liveline-Gottesdienst als neue Leiterin feierte Poepping nach der Sommerpause gemeinsam mit Propst Oliver Erckens.