Nach Umzug der Tafel:
„Wir grooven uns ein“
Neue Räume in der Lindenstraße in Bad Schwartau bieten viel Platz – Intelligentes Ausgabesystem mit QR-Code.

Sonja Knispl (li.) und Regina Rackow freuen sich über die neuen Arbeitsbedingungen mit viel Platz.Foto: Hannah Detlefsen
Bad Schwartau. Der herbeigesehnte Lieferwagen fährt vor, die Mitarbeiterinnen springen auf, fast gleichzeitig erscheint ein junger Mann zum Kennenlerngespräch. Mittendrin: Bad Schwartaus Tafel-Leiterin Hildegard Engelbrecht und Christiane Westfehling von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Bad Schwartau, die stolz durch die neuen Räumlichkeiten der Hilfsorganisation führen. Wie läuft der Betrieb nach dem großen Umzug im Juni?

„Wir grooven uns hier schon ganz gut ein“, sagt Westfehling. Währenddessen schieben Ehrenamtliche Rollwagen mit Obst, Gemüse und Lebensmitteln vom Lieferwagen durch den Seiteneingang – bis ein kleiner Huckel im Boden den Wagen stoppt. „Das sind die feinen Rädchen, an denen wir noch drehen müssen“, sagt Westfehling. Solche Kleinigkeiten würden erst im laufenden Betrieb sichtbar.

Mit den Problemen der alten Räume in der Mühlenstraße 27 sind sie nicht zu vergleichen: rund 90 Quadratmeter, verwinkelt, nicht barrierefrei. Die Waren wurden mitunter im schmalen Flur sortiert. Das ist in der Lindenstraße Geschichte. Mitarbeiterin Sonja Knispl freut sich über den Umzug: „Es ist kein Vergleich zu vorher, die Bedingungen sind tausendmal besser.“

Highlight des neuen Standorts sind die großzügige Teeküche, die auch als Besprechungs- und Seminarraum dient, ein neuer Ausgabetresen aus Edelstahl sowie ein komfortabler Wartebereich. Kunden melden sich per Bildschirm an und erhalten einen QR-Code mit ihrer persönlichen Ausgabezeit. „Das ist ein Novum, ein Kollege hat das System programmiert. Der Dachverband ist begeistert“, sagt Westfehling.

Das 250 Quadratmeter große Erdgeschoss bietet zudem reichlich Platz für die Warensortierung; Kühlkammer und ein 150-Quadratmeter-Keller sorgen für angemessene Lagerkapazitäten. Das ist nötig: Die Tafel Bad Schwartau, deren Trägerin die Awo ist, versorgt Woche für Woche rund 600 Menschen aus Bad Schwartau, Ratekau und Stockelsdorf. Auch mit Lieferungen nach Hause. Was die Arbeit bedeutet, bringt Engelbrecht auf den Punkt: „Viele sagen mir, wie schön es ist, dass jemand an sie denkt.“

Groß ist die Freude über die Hilfsbereitschaft aus dem Ort: Feuerwehrmitglieder halfen beim Umzug, Stiftungen unterstützen regelmäßig, und die Küchenfirma Schöppich spendete jüngst Heißluftfritteusen als Dankeschön für alle Mitarbeitenden. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür und die offizielle Eröffnungsfeier im September. had
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