Pionier im Fuchsbau:
„Das ist alles meins“
Malte Hübner ist der erste Bewohner des Neubaugebiets Löhnskoppel in Ahrensbök.

Das Neubaugebiet Löhnskoppel liegt im Südwesten Ahrensböks zwischen den Sportanlagen an der Waldstraße und der bestehenden Siedlung in den Straßen Am Piepenbrook, Saint-Savinien-Weg und Grevesmühlener Weg.
Ahrensbök. „Gott sei Dank, nicht so ein langer Name.“ Als Malte Hübner zum ersten Mal seine neue Anschrift hört, ist er begeistert. Fuchsbau heißt die Straße, in der Hübner Ahrensböker Ortsgeschichte geschrieben hat. Der 30-Jährige ist der erste Bewohner eines Hauses im Neubaugebiet Löhnskoppel.

An einem heißen Augustvormittag begrüßte Ahrensböks Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) den Pionier. Der Verwaltungschef überreichte Hübner im perfekt gefliesten Flur seines neuen Hauses ein historisches Buch über Ahrensbök und ein Glas, verbunden mit dem Wunsch, dass dieses immer voll sein möge.

Der Weg bis zum ersten Einzug in der Löhnskoppel war lang. Zimmermann: Es sei vielleicht kein „Kampf“, aber doch „ein langes Unterfangen“ gewesen, Hübner und allen folgenden Bewohnern des Neubaugebiets die Möglichkeit auf ein neues Domizil zu schaffen.

Vor rund acht Jahren hatte die Gemeinde den Beschluss für das Bauprojekt gefasst. Sechs Jahre, so Zimmermann, hätte man mit der Bauleitplanung gerungen. Schon damals gab es das Thema: „Wohnraumknappheit, die schlussendlich auch höhere Mieten bedeutet.“

Unumstritten waren die Pläne um die Löhnskoppel in Ahrensbök nicht. Im Gegenteil: „Wir haben einen gewissen Protest gehabt“, sagt der Verwaltungschef. Einige Anlieger hätten sich nur schwer mit den Veränderungen in der Landschaft abfinden können, wollten den „freien Blick“ aus ihren Fenstern nicht entbehren.

Doch im Laufe der Jahre habe sich die Aufregung gelegt. Zimmermann vermutet: „Die Menschen haben erkannt: Wir haben auch einmal gebaut.“

So wie jetzt Malte Hübner. Der junge Bauherr ist aus Stockelsdorf nach Ahrensbök gezogen. Dort hatte er zuvor bei seinen Eltern gelebt und dadurch Geld ansparen können. Seine ersten eigenen vier Wände sind ein Bungalow.

„Ich wollte keine Mietwohnung haben“, erklärt er seine Beweggründe. „Ich dachte immer: Jemandem das Geld in die Hand zu drücken, der dann Danke sagt, das ist auch blöd.“ Deswegen galt für ihn: „Wenn, dann wird direkt gebaut.“

Ahrensbök sei für ihn „ein Volltreffer“ gewesen. „Ich wollte kein Hamburg, wo man vom Stadtlärm umgeben ist. Ich habe etwas gesucht, was mehr so wie Stockelsdorf ist, etwas außerhalb, etwas ruhiger.“ Im Fuchsbau finde er alles, was er zum täglichen Leben benötige.

Im Frühjahr 2025 hatte Hübner die Baufläche gekauft und das Haus mit der Firma Contract-Vario aus Dakendorf gebaut. Ein kleines Richtfest fand im November statt. Seit April ist das Haus bezugsfertig. Richtig eingezogen fühle er sich „seit knapp einem Monat“.

Der erste Tag und die erste Nacht im neuen Haus seien „überwältigend“ gewesen, sagt Hübner. „Man kommt aus einem Zimmer und jetzt hat man plötzlich alles. „636 Quadratmeter habe ich hier, und das ist alles meins.“ Um ihn herum sind zwar noch keine Nachbarn eingezogen. Doch allein ist er im Fuchsbau trotzdem nicht, denn die Bauarbeiten an der Löhnskoppel laufen derzeit auf Hochtouren.

Vermittler und Ansprechpartner für den Hausbesitzer war während der gesamten Bauzeit Thomas Opfermann, Geschäftsführer der Bauland24-Gruppe. Das Unternehmen ist Vorhabenträger für den Bebauungsplan an der Löhnskoppel.

Opfermann rechnet damit, dass in den kommenden Monaten weitere Neubürger der Gemeinde im Neubaugebiet einziehen werden. Auf der ersten Baufläche, auf der auch Hübner gebaut hat, scheint der Bau mehrerer Häuser bereits weit fortgeschritten. „Im nächsten Bauabschnitt sind wir mit Hochdruck zu Gange, der soll ab Frühjahr 2027 fertiggestellt sein“, sagt Opfermann.

Opfermann zufolge umfasst das Baugebiet rund 8,5 Hektar und 85 Grundstücke, von denen 25 bereits verkauft sind. Die Grundstücke sind etwa 550 bis 730 Quadratmeter groß. Möglich ist eine Bebauung mit Einzel- und Doppelhäusern sowie bis zu zwei Wohneinheiten je Haus.

Die Preise liegen je nach Lage bei rund 195 bis 295 Euro pro Quadratmeter. Für Mietwohnungsbau sind etwa 1500 Quadratmeter vorgesehen. bes

Druckansicht