An der diesjährigen Jugendbegegnung nahmen 14 junge Menschen im Alter von 17 bis 23 Jahren aus Italien, Polen, Rumänien, Moldawien, der Türkei und Deutschland teil. Das zehntägige Programm wurde von der Gedenkstätte Ahrensbök gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge durchgeführt. Die Gedenkstätte veranstaltet bereits seit 1999 internationale Jugendbegegnungen. Vor dem Besuch der Ministerin arbeiteten die Jugendlichen gemeinsam mit ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden im Garten der Gedenkstätte.
Dabei stellten sie Gestecke für die Stelen entlang der Route des Todesmarsches durch Ostholstein her und halfen bei der Pflege der Außenanlagen. Der praktische Arbeitseinsatz ist Teil des Programms und verbindet die Beschäftigung mit historischen Orten wie die Lübecker Synagoge und den Cap Arcona Ehrenfriedhof mit konkretem Engagement für die Erinnerungsarbeit.
Nach einem Rundgang durch den Garten kam die Ministerin im Seminarraum mit den Teilnehmenden ins Gespräch. Dabei ging es unter anderem um Erinnerungskultur in Deutschland, die Rolle von Lehrkräften oder den Umgang mit aktuellen rechtsextremen Gefahren. Aber auch die Aufgabenbereiche einer Ministerin und was für ein eventuelles Studium in Deutschland spricht waren Teil der Interessen. Die Gesprächsrunde war bewusst als offener und informeller Austausch angelegt. Auf die Frage, was Bildung in der Zukunft brauchen werde, sagte Stenke: „Ein Lernen aus der Vergangenheit. Uns heute zu reflektieren und unsere Werte zu bewahren.“