Riesebusch-Ritter erkunden Burgen am Rhein
Delegation des Fördervereins Museum der Stadt Bad Schwartau war zu Gast auf der Marksburg.

Bad Schwartau. Sieben Kinder und Jugendliche sowie sieben Erwachsene des Fördervereins Museum der Stadt Bad Schwartau haben sich auf eine Reise in die Welt des Mittelalters begeben. Ziel der dreitägigen Exkursion war die Marksburg bei Braubach am Rhein, die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein und Sitz der Deutschen Burgenvereinigung.

Eingeladen hatte Geschäftsführer und Burgvogt Michael Kirchschlager. Er war vor mehr als zwei Jahren auf die Arbeit des Fördervereins aufmerksam geworden. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Kinder-Uni und der AG Forschung und Archäologie, mit denen in Bad Schwartau Kindern und Jugendlichen Geschichte rund um Burgen, Schlösser und Herrenhäuser anschaulich vermittelt wird.

Die Gruppe bezog Quartier im historischen Hotel „Zum Weißen Schwanen“ unterhalb der Marksburg. Gleich am ersten Abend wartete bereits der erste Höhepunkt: Burgvogt Michael Kirchschlager empfing die Gäste persönlich und führte sie über die Zugbrücke, durch das Fuchstor und über die in den Fels gehauene Reitertreppe in die Burg. Bei einem mittelalterlichen Mahl mit Brunnenwasser für die Jüngeren und Dünnbier für die Erwachsenen erklärte der Mundschenk die Tischsitten vergangener Jahrhunderte.

Am zweiten Tag erkundete die Gruppe ausführlich die Marksburg mit ihren Wehranlagen, der Schmiede, den Rüstkammern und dem Kräutergarten. Anschließend stand ein Besuch im Europäischen Burgeninstitut in Schloss Philippsburg auf dem Programm. Dort präsentierte Jens Friedhoff wertvolle historische Schätze, darunter aufklappbare Zeichnungen der Marksburg aus dem Jahr 1608 sowie ein Modell der Hohkönigsburg.

Der dritte Tag führte zur Burg Lahneck. Dort nahmen die beiden jungen Burgenforscher Jonte und Klaas sogar den historischen Mörtel der gewaltigen Schildmauer fachkundig unter die Lupe.

Burgenexperte Wolfgang Scharf zog ein zufriedenes Fazit der dreitätigen Reise: „Das war eine tolle Fahrt. Wir grübeln schon, wo denn die nächste Burgenfahrt hinführen könnte. Vielleicht geht’s in den Harz, wo nach kürzerer Anfahrt ebenfalls beeindruckende Burgen und Burgruinen zu besichtigen sind.“ sep
Druckansicht