Wann reicht modernisieren, wann muss saniert werden?
Nicht jedes Bad lässt sich mit ein paar Handgriffen retten. Risse in Fliesen oder Schimmelflecken sind ein Warnsignal, weil sie die Bausubstanz von Böden, Wänden und Decken gefährden und der Gesundheit schaden können. Auch fehlende Belüftung, zu wenig Stauraum oder eine unpraktische Anordnung der Sanitärobjekte sprechen für eine echte Sanierung. Geht es dagegen eher um Optik, alte Armaturen oder die fehlende Wellness-Stimmung, genügen schon kleine Eingriffe. Die meisten Maßnahmen sind an einem Wochenende erledigt.
Neuer Hahn, frischer Charme
Den schnellsten Effekt bringt der Tausch der Armaturen. Eine neue Waschtisch- oder Duscharmatur sitzt meist auf den vorhandenen Anschlüssen und ist rasch montiert, ohne dass teure Sanitärobjekte ersetzt werden müssen. Einfache Modelle gibt es ab etwa 50 Euro, hochwertige liegen bei rund 150 bis 400 Euro, und der Wechsel ist meist in einer guten Stunde erledigt. Moderne Modelle sparen am Waschbecken bis zu 60 Prozent Wasser und senken so die Nebenkosten. Ein integriertes Thermostat hält die Temperatur konstant und verhindert unangenehme Schwankungen.
Glaswand statt Schimmelvorhang
An der Dusche lohnt zudem der Tausch des Vorhangs gegen eine Glaswand. Sie wirkt hochwertiger und ist hygienischer als der alte PVC-Vorhang. Solche Duschwände gibt es ab rund 150 Euro, größere Modelle kosten bis etwa 600 Euro, die Montage gelingt an einem Nachmittag. Auch die Brause bietet Spielraum, ein Duschkopf mit verschiedenen Strahlarten frischt das Duscherlebnis auf und ist für etwa 30 bis 150 Euro in wenigen Minuten gewechselt. Wer eine Regendusche einbaut, holt sich zusätzliche Wellness ins Bad und sollte dafür je nach Anschluss mit rund 100 bis 400 Euro rechnen. Neue Badmöbel wie Waschtischunterschränke oder Spiegelschränke runden das Bild ab und sind ab etwa 100 Euro zu haben.
Smarte Helfer und eine gute Beleuchtung
Schon kleine technische Ergänzungen machen den Alltag im Bad angenehmer. Eine vorhandene Heizung lässt sich über eine Zeitschaltuhr so steuern, dass das Bad pünktlich zum Aufstehen warm ist. Eine solche Zeitschaltuhr kostet nur wenige Euro. Ein moderner Handtuchheizkörper wärmt die Tücher vor und wird zugleich zum Blickfang an der Wand, Design-Modelle liegen bei 150 bis 600 Euro.
Auch Leuchten mit Bewegungsmelder und Dimmfunktion sorgen für Komfort und Sicherheit, besonders auf dem nächtlichen Weg ins Bad. Warmes Licht sorgt abends für Entspannung, während helles Licht morgens wach macht. Ein beleuchteter Spiegel wertet den Raum zusätzlich auf und lässt ihn größer erscheinen. Für neue Leuchten und einen beleuchteten Spiegel sollte man je nach Modell mit 30 bis 300 Euro rechnen. Wichtig: Sämtliche Elektroarbeiten gehören in die Hand eines Fachbetriebs.
Botanik schadet nie
Den letzten Schliff geben ein paar Pflanzen mit kräftigem Grün. Sie bringen Farbe ins Bad, setzen frische Akzente und runden den neuen Look ab, ohne den Raum zu überladen. Pflanzen und ein paar gut gewählte Accessoires schlagen mit rund 20 bis 100 Euro zu Buche und sind an einem Nachmittag arrangiert. Damit ist die Frischekur fürs Bad fertig, ganz ohne Bauschutt und Handwerkerkolonne.