Bürgerbegehren gegen Batteriespeicher
1057 Unterschriften muss die Initiative innerhalb von drei Monaten sammeln, um eine Abstimmung zu erzwingen.

So oder so ähnlich könnte die Batteriespeicheranlage aussehen, die in Schwochel entstehen soll.Symbolfoto: Jan Woitas/dpa
Ahrensbök. Nächster Anlauf der Einwohnerinnen und Einwohner von Schwochel und Dunkelsdorf (beide Gemeinde Ahrensbök) gegen die Energiewende in ihrer Nähe: Neben einer Petition gegen die geplanten Solarparks in Dunkelsdorf strengen die Gegner jetzt ein Bürgerbegehren gegen einen Batteriespeicher an, der mitten im Solarpark von Schwochel stehen soll. Der Park ist zwar noch nicht gebaut, aber bereits genehmigt.Die Investoren, die Brede-Möhring-Energy GmbH (BME), wollen inmitten der 86 Hektar Solarmodule einen 144 Container umfassenden Batteriespeicher aufstellen. Versteckt in einer Senke und mit 700 bis 1200 Metern Abstand zur nächsten Bebauung. Gegen diese Pläne formiert sich jedoch erheblicher Widerstand, der jetzt in ein Bürgerbegehren mündet.

Befürchtet wird

Kontinuierlicher Lärm

Der Planungsausschuss von Ahrensbök hatte am 19. Mai Aufstellungsbeschlüsse für die Änderung des Bebauungs- und Flächennutzungsplans gefasst, um mit dem Planungsverfahren für die Batteriespeicher mitten im Solarpark zu beginnen. Mit dem Bürgerbegehren sollen die Ahrensböker Einwohnerinnen und Einwohner per Abstimmung entscheiden, ob sie dafür sind, diese Beschlüsse wieder aufzuheben. Damit es aber überhaupt zu der Abstimmung kommt, müssen zuvor innerhalb von drei Monaten 1057 Unterschriften von den rund 7000 wahlberechtigten Ahrensbökern ab 16 Jahren gesammelt werden.

Nina Wagner, Landwirtin und Jägerin aus Schwochel und eine der Initiatorinnen des Bürgerbegehrens, berichtet, dass die Unterschriftenlisten dafür in einigen Ahrensböker Geschäften ausliegen. Außerdem solle auf den kommenden Dorffesten dafür geworben werden, zu unterschreiben. Sie und ihre Mitstreiter argumentieren, dass die Batteriespeicher eine kontinuierliche Lärmbelästigung für Schwochel, Vorwerk Neuhof und Böbs bedeuten würden und dass je nach Ausrichtung, Topografie und Windrichtung Dunkelsdorf und Ahrensbök ebenfalls von Dauerlärm betroffen sein könnten.

Petition hat Quorum

noch nicht erreicht

„Es geht uns um diesen Riesen-Batteriespeicher. Der Investor soll ihn kleiner, weniger geräuschvoll und an einem anderen Platz bauen“, sagt Nina Wagner. Parallel dazu wehren sich die Dunkelsdorfer mit einer Petition gegen die ausgewiesenen Solarparkflächen in ihrer Dorfschaft. Die Petition haben Stand 1. Juni 1760 Menschen unterzeichnet. 240 fehlen noch, um das Quorum zu erreichen. Nach der bisherigen Planung sollen in und um Dunkelsdorf Solarparks auf mehr als 100 Hektar entstehen. Mit den nahen Flächen in den Dorfschaften Schwochel und Böbs sind es 200 Hektar in direkter Umgebung des Dorfes. sas
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