Kiwanis Schulförderpreis fürelf ganz besondere Projekte
Preisgeld wurde dank der Unterstützung durch die Schwartauer Werke auf jeweils 1000 Euro aufgestockt.

Ausgezeichnet: Die Schule am Papenmoor stellte bei der Preisverleihung ihr Projekt „Café Schleckerstübchen“ vor.Fotos: Sebastian Prey
Bad Schwartau. Die Schulen sind unterschiedlich, die Projekte vollkommen verschieden und überhaupt nicht vergleichbar. Und genau das ist das Besondere am Kiwanis-Schulförderpreis, der seit 2002 alle zwei Jahre ausgelobt wird. Seit mehr als zehn Jahren stocken die Schwartauer Werke zudem das Preisgeld kräftig auf.

Die jüngste Preisvergabe im Leibniz-Gymnasium war dennoch besonders. Das lag zum einen an der Anzahl der Preisträger – mit elf Schulen aus Stockelsdorf und Bad Schwartau wurden so viele ausgezeichnet wie noch nie. Zudem wurden die Schulprojekte jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro bedacht – ebenfalls so viel wie noch nie. Und das war eine echte Überraschung für alle Anwesenden, denn ursprünglich sollten alle Preisträger 800 Euro erhalten. Das Geld geht an besondere Projekte, die den Alltag an den Schulen nachhaltig verbessern.

Rekord: Elf Preisträger
wurden ausgezeichnet

„Schule ist mehr als nur Unterricht. Schön, dass das hier so gewürdigt wird“, sagte Leibniz-Schulleiter Johannes Matlok in Richtung Lars Schöning und Achim Steinhoff vom Kiwanis-Club sowie Vanessa Krabiell, Teamleiterin bei den Schwartauer Werken. Das Lob gab Kiwanis-Präsident Schöning umgehend an alle Teilnehmenden weiter: „Wir freuen uns nicht nur über die Rekordbeteiligung, sondern auch über die Vielfalt der Projekte, die Teamgeist, Kreativität, Selbstständigkeit und Nachhaltigkeit stärken.“

In der Tat waren die anschließenden Präsentationen der elf Schulen teils beeindruckend. Die Schule am Papenmoor wurde für das Projekt „Café Schleckerstübchen“ ausgezeichnet. Das Café öffnet jeden Freitag in der Zeit von 9.30 bis 10.15 Uhr. Förderzentrumlehrerin Nicole Möller: „Auch Auswärtige sind bei uns immer willkommen.“ Damit das Café-Team gut zu erkennen ist, sollen nun alle Schülerinnen und Schüler einheitliche T-Shirts bekommen. Achim Steinhoff: „Eine einheitliche Kleidung ist identitätstiftend. Das Konzept hat uns ohnehin überzeugt.“ Überzeugt haben auch die Pizza-schnecken, die das Team zum Probieren für alle mitgebracht hatte.

Fine, Max und Thore von der Erich-Kästner-Grundschule stellten gemeinsam mit ihrem Schulleiter Ole Grünwald ein neues Schulhof-Konzept vor. Hintergrund: Der Pausenhof der Stockelsdorfer Grundschule wird aufgrund von Um- und Ausbaumaßnahmen kräftig schrumpfen. So müssen die Kinder auf zahlreiche Spielgeräte verzichten. Als Ersatz für Trampolin, Schaukel und Kletterparcours wünschen sich die Kinder Bodenspiele. „Mensch ärgere Dich nicht“, „Mühle“ und „Schach“ sollen mithilfe des Schulförderpreises nachhaltig auf dem Schulhof mit langlebiger Bodenfarbe aufgebracht werden. „Das ist produktive Pausengestaltung“, lobte Steinhoff.

Spannend waren auch die Präsentationen der Gerhard-Hilgendorf-Schule aus Stockelsdorf und des Förderzentrums Schule am Hochkamp in Bad Schwartau. Beide Schulen stellten neue Konzepte vor, die in den Schulalltag integriert werden. So steht auf dem Stundenplan der Gemeinschaftsschule täglich das Fach „MeiLe“ – Meine Lernzeit. In diesem Unterrichtsformat sollen Kinder selbstständig lernen und ihre Kompetenzen individuell weiterentwickeln. Damit dies auch gelingt, sollen die Räumlichkeiten entsprechend gestaltet werden: mit variablen Sitzgelegenheiten, Stehtischen und auch Bewegungsmöglichkeiten.

„LernLounge“ heißt das Format am Förderzentrum, das ritualisierte Abläufe wie Ankommenszeit, Materialien ordnen, Kalenderdienst oder Pflanzdienst vorsieht. Damit die Kinder sich wohlfühlen, sollen unter anderem Sitzsäcke für einen Rückzugsraum angeschafft werden.

Trommeln, SUPs

und Schnellkochtöpfe

Preisgeld gab es zudem für den Aus- und Aufbau des Schulsanitätsdienstes am Pädagogium, der Schulbüchereien am Gymnasium am Mühlenberg und der Grundschule Ravensbusch in Stockelsdorf. Die Grundschule Cleverbrück wird von dem Geld 30 Djemben anschaffen, um das Rhythmusgefühl und die Konzentration zu stärken. Die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule will weitere SUPs anschaffen, um das Wassersportangebot auszubauen, und am Leibniz-Gymnasium werden Schnellkochtöpfe angeschafft, damit auch aufwendigere Gerichte in der Schulküche entstehen können.

Nachahmenswert ist zudem das ausgezeichnete Projekt „Schulexpress“ an der Grundschule Bad Schwartau, das zum Ziel hat, den Schulweg für Kinder sicherer zu machen. Steinhoff: „Wenn ich aus meinem Büro sehe, was jeden Morgen mit den vielen Eltern-Taxis an der Schule los ist, kann ich dieses Projekt nur begrüßen.“ sep

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