Augen auf beim Trikotkauf
WM-Trikots zum Superschnäppchenpreis? Verbraucherzentrale warnt.

Die Suche nach günstigen WM-Trikots führt schnell zu unseriösen Onlineshops.Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Schleswig-Holstein. Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19. Juli wird für viele Fußballfans Anlass genug sein, sich das Trikot einer Nationalmannschaft zuzulegen oder eines zu verschenken. Wer sich dazu im Netz umschaut, sollte bei vermeintlichen Schnäppchen auf unbekannten Shop-Seiten aufpassen, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Super günstig ist

meist super unseriös

Denn die Trikot-Suche im Netz führt über Suchmaschinen oder soziale Medien schnell auch zu unseriösen Onlineshops, die mit günstigen Preisen locken. Das können beispielsweise folgende Arten von Shops sein:

■ Fakeshops, die überhaupt gar nichts liefern

■ Shops, die Ware entweder aus dem Nicht-EU-Ausland verschicken oder ihren Sitz direkt dort haben und minderwertige Fake-Ware liefern.

Schlechte Qualität

und vielleicht voll

von Schadstoffen

Bei den Nicht-EU-Shops ist der Kauf den Verbraucherschützern zufolge mit erheblichen Risiken verbunden. Diese Trikots könnten von schlechter Qualität sein und viele Schadstoffe enthalten. Möglich seien obendrein Zollprobleme.

Gewährleistungsrechte, Rückgaben oder Erstattungen ließen sich bei vielen dieser Anbieter zudem kaum oder gar nicht durchsetzen.

Einen wichtigen Hinweis darauf, ob grundlegende Standards wie Schadstofffreiheit und EU-Konformität gegeben sind, liefern die Herstellerangaben zum Produkt und die Angaben im Impressum der Shop-Seite.

Warnsignal: Fehlendes oder unvollständiges

Impressum

Ist der Hersteller nicht in der EU ansässig, muss er im Impressum einen verantwortlichen Ansprechpartner innerhalb der EU benennen. Genau das ist bei vielen dieser Shops aber nicht der Fall. Fazit der Verbraucherzentrale zu Nicht-EU-Shops: Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum ist eines der wichtigsten Warnsignale.

Fakeshops lassen

sich mit dem Finder-

Tool enttarnen

Anders sieht es bei vielen Fakeshop-Seiten aus, die per Vorkasse abzocken und nie etwas verschicken. Sie machen sich erst einmal höchstens durch unglaubwürdig günstige Preise verdächtig, sind aber sonst auch auf den zweiten Blick kaum als Fakeshop zu erkennen: Professionelle Gestaltung, viele Informationen, ein Impressum, allgemeine Geschäftsbedingungen und Kontaktangaben – alles gefälscht – geben zunächst keinen Anlass für Zweifel. Natürlich kann man den gefälschten Angaben – etwa im Impressum – durch Recherche im Netz auch selbst auf die Spur kommen. Schneller und bequemer geht es aber etwa mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen unter www.
verbraucherzentrale.de/
fakeshopfinder. Das KI­-gestützte Tool analysiert Seiten anhand verschiedenster Faktoren und gibt dann eine Einschätzung ab, zum Beispiel „rotes Licht“, wenn es sich höchstwahrscheinlich um einen Fakeshop handelt. nagel.simon/dpa
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