Die Veranstaltung findet im Rahmen des ersten deutschlandweiten Ehrentages statt, den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich des Geburtstags des Grundgesetzes ausgerufen hat. Unter dem Motto „Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen“ sind Bürgerinnen und Bürger bundesweit eingeladen, sich aktiv einzubringen und gemeinschaftlich Verantwortung zu übernehmen.
Auch die Gemeinde Stockelsdorf möchte mit der Veranstaltung ein Zeichen für Zusammenhalt, Engagement und gegenseitige Unterstützung setzen. Denn eine funktionierende Bevölkerungsvorsorge lebt nicht nur von professionellen Einsatzkräften und gut abgestimmten Konzepten, sondern auch vom Mitwirken der Menschen vor Ort. Begegnung, Austausch und gemeinsames Handeln stehen deshalb im Mittelpunkt des Aktionstages. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Informationsständen, Einsatzfahrzeugen und praktischen Einblicken in die Krisenvorsorge vor Ort. Der Krisenstab der Gemeinde Stockelsdorf informiert über die bestehenden Planungen und Maßnahmen für den Ernstfall sowie über die Bedeutung ehrenamtlicher Unterstützung.
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der persönlichen Vorsorge der Bevölkerung. Gezeigt wird unter anderem, welche Lebensmittel- und Wasservorräte Haushalte für Krisensituationen bereithalten sollten. Zudem präsentieren sich mehrere Freiwillige Feuerwehren aus Stockelsdorf mit ihren Fahrzeugen. Vor Ort sind unter anderem die Drehleiter der Feuerwehr Mori sowie weitere Einsatzfahrzeuge der örtlichen Feuerwehren.
Auch der Arbeiter-Samariter-Bund beteiligt sich mit einem Informationsstand. Darüber hinaus stellt sich die AED-Gruppe (Automatisierter Externer Defibrillator) vor. Dabei handelt es sich um Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Gemeindegebiet, die bei Herz-Kreislauf-Stillständen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken.
Mit der Veranstaltung möchte die Gemeinde zugleich neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gewinnen. Gesucht werden insbesondere Bürgerinnen und Bürger, die im Krisenfall die Notfall-Infopunkte besetzen und unterstützen können. Diese Ehrenamtlichen sollen ausdrücklich nicht aus der sogenannten „Blaulichtfamilie“ stammen, damit Einsatzkräfte im Ernstfall nicht zusätzlich gebunden werden.
„Wir wollen mit dieser Veranstaltung keine Ängste schüren, sondern informieren und sensibilisieren. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, in Krisensituationen besonnen und handlungsfähig zu bleiben. Deshalb ist es uns wichtig, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Vorsorge zu treffen und über bestehende Hilfsangebote und Maßnahmen aufzuklären. Das Wichtigste in einer Notlage ist gegenseitige Hilfe unter Nachbarn, Freunden und besonders gegenüber Menschen, die sich selbst nicht schützen können. Bewahren Sie Ruhe, halten Sie die Telefonleitungen für Notrufe frei und informieren Sie sich“, sagt Bürgermeisterin Julia Samtleben.