Ampelschaltung geändert: In Rensefeldsoll jetzt der Verkehr besser fließen
Immer wieder Staus an der Kreuzung Rantzauallee/Alt Rensefeld – Jetzt haben Abbieger freie Fahrt.

Bad Schwartaus Bürgermeisterin Katrin Engeln informiert sich bei Jens Kraft (Mitte) und Bauamtsleiter Akbar Nassery über die veränderte Ampelschaltung.Foto: Sebastian Prey
Bad Schwartau. Kleine Veränderungen können mitunter eine große Wirkung haben. Dieses Phänomen ist an der Kreuzung Alt Rensefeld/Rantzauallee/Lindenstraße/Mühlenstraße zu sehen. Autofahrer standen dort bisher häufig im Stau. Insbesondere zu den Stoßzeiten am Morgen und am Nachmittag war bei Verkehrsteilnehmenden, die aus Richtung Pohnsdorf in Richtung Innenstadt unterwegs waren, Geduld gefragt.

Viele Jahre lang wurde diese Situation beklagt. Jetzt hat die Bauverwaltung Bad Schwartau die Ampelschaltung den Gegebenheiten angepasst. Der erste Eindruck: weniger Stau – vor allem für Verkehrsteilnehmer, die in der Straße Alt Rensefeld in Richtung Zentrum unterwegs sind.

Ampelschaltung wird bei

Bedarf weiter angepasst

„Wir werden laufend die verkehrliche Situation an der Kreuzung beobachten und gegebenenfalls nachjustieren“, sagt Jens Kraft aus der Bauverwaltung, der selbst täglich auf der Strecke unterwegs ist. „Der Verkehr fließt deutlich besser.“ Statt bis zu zehn Ampelphasen brauche man nur noch drei, bis man die Kreuzung passiert habe.

Die Veränderungen an der Ampelschaltung wurden auf Grundlage mehrerer Gutachten vorgenommen. „Nun wird sich zeigen, ob Theorie und Praxis übereinstimmen“, sagt Bürgermeisterin Katrin Engeln. Die wichtigste Änderung: Linksabbieger von der Straße Alt Rensefeld in die Lindenstraße haben bei Grün freie Fahrt ohne Gegenverkehr. „Bislang sorgten die Linksabbieger wegen des Gegenverkehrs immer für einen Rückstau. Da nun aber sämtliche Grünphasen nacheinander erfolgen, rollt der Verkehr“, erklärt Jens Kraft. An der Kreuzung weist jetzt das Schild mit der Aufschrift „Achtung, Ampelphasen geändert“ darauf hin.

Stadt seit 2025 für

die Kreuzung zuständig

Dass die Umstellung erst jetzt vollzogen werden konnte, hat einen einfachen Grund: Jahrzehntelang war das Landesamt für Straßenbau und Verkehr für die Kreuzung zuständig. Seit Januar 2025 liegt neben anderen Strecken im Stadtgebiet auch die Baulast für den rund drei Kilometer langen Straßenabschnitt von der Rantzauallee bis zum Ortsausgang in Richtung Langenfelde (L185) bei der Stadt.

„Erst durch diese Veränderung konnten wir hier eigenständig tätig werden“, berichtet Bad Schwartaus Bauamtsleiter Akber Nassery. Die Umstellung der Ampelanlage ist mit Kosten von rund 25.000 Euro verbunden. In den Kosten enthalten sind rund 11.000 Euro für ein neues Steuerungsmodul. „Die alte Technik war noch aus den 1980er-Jahren.“

Grünphasen dauern

derzeit 30 Sekunden

Die neue Schaltung ist zudem intelligent und passt sich dem Verkehrsaufkommen an. Das wird unter anderem durch Schleifen in der Fahrbahn ermittelt. Sämtliche Grünphasen liegen bei jeweils 30 Sekunden. In dem Zeitraum können durchschnittlich rund zwölf Autos die Kreuzung passieren.

Die Kreuzung ist stark frequentiert. Laut Nassery sind an Werktagen auf der L185 in Rensefeld um die 10.000 Fahrzeuge unterwegs. Gedankenspiele, die Kreuzung umzubauen, wurden immer wieder schnell verworfen. Grund: Die Gegebenheiten bei der versetzten Kreuzung machen bauliche Veränderungen praktisch unmöglich. „Dafür müsste man schon einige Häuser abreißen“, sagt Nassery.

Die geänderte Ampelschaltung ist zudem für ein geplantes Neubauviertel von Bedeutung. Am Ortsausgang in Richtung Pohnsdorf soll der Bollbrüch-Park entstehen. Auf einer knapp 20 Hektar großen Fläche plant der Investor Thomas Bauer ein neues Wohngebiet für insgesamt 1200 Menschen. Vorgesehen sind dort Mehrfamilienhäuser, Reihen- und Doppelhaushälften, Einfamilienhäuser, eine Kindertagesstätte, ein Nahversorger sowie ein Co-Working-Space. sep
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