Kapazität des Speichers
wurde schon erhöht
Die Firma Isenau plant das Vorhaben auf einem 22 Hektar großen Areal nordwestlich von Pohnsdorf. Davon wird aber nicht einmal die Hälfte der Fläche bebaut. Zum Vorhaben gehört auch ein Regenrückhaltebecken. Der Batteriespeicher liegt ungefähr in einer Entfernung von 500 Metern zum neuen Umspannwerk. Geplant ist mittlerweile ein 350 MW/1400 MWh Batterie-Projekt – zunächst war dort ein 250-Megawatt-Batteriespeicher angedacht. Die Investoren drücken aufs Tempo, denn bereits 2028 soll die Inbetriebnahme erfolgen.
Auch die Gemeinde dürfte ein Interesse an einem zügigen Start haben. Schließlich werden hohe Gewerbesteuereinnahmen erwartet. Die beiden Isenau-Allerdings sind die Eingriffe nicht ohne. Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD): „Die Betroffenheiten insbesondere für die Menschen in Pohnsdorf sind nicht von der Hand zu weisen. Die Belastung durch die L184 dürfte aber deutlich höher sein als durch den geplanten Batteriespeicher.“
Isenau Projects verfügt über eine Netzanschlusszusage von Betreiber Tennet. Errichtet wird die Anlage aus mehreren Hundert Container-Modulen. Sven Moos: „Derzeit ist noch nicht absehbar, wie viele Container für den Bau der Anlage notwendig sein werden. Die Technologie entwickelt sich schnell weiter, und es gibt fast im Jahrestakt neue und leistungsfähigere Batterie-Container.“
Zum Investitionsvolumen sei zudem keine verlässliche Aussage zu machen. Auch in diesem Sektor gebe es eine rasante Preis-Abschmelzung, die dem großen Wettbewerb unter den Herstellern, aber auch dem stark steigenden Produktions-Volumen geschuldet sei. Die Investitionssumme dürfte aber gigantisch sein. Die Kosten für eine etwas kleinere Anlage, die derzeit in der Gemeinde Kupferzell in Baden-Württemberg entsteht, werden mit 220 Millionen Euro angegeben.
Tüv Nord hat einLaut Untersuchung werden die Grenzwerte bei Tag und auch nachts deutlich unterschritten. „Das Geräusch ist kaum wahrnehmbar und keine relevante Beeinträchtigung für die Anwohnerinnen und Anwohner“, erklärte Moos. Klaus-Olaf Zehle aus Curau wollte wissen, ob bei den Werten auch die geplanten Windkraftanlagen berücksichtigt wurden und ob vielleicht doch noch Lärmschutzwände geplant seien. Laut Isenau habe der Tüv Nord bei seinen Berechnungen bereits sämtliche Faktoren nebst der Windkraft eingepreist.
Auch in puncto Brandschutz und Sicherheit werde das Risiko laut Isenau minimiert. Grundsätzlich sei die Batterie-Technologie nicht mit E-Auto-Batterien vergleichbar. „Die Zellchemie ist viel stabiler und deutlich weniger havariefähig“, erklärte Moos. Vorgesehen seien automatische Überwachungs- und Löschsysteme innerhalb der Containeranlagen. Für den Fall der Fälle würden aber entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen. So werden gasförmige Löschmittel und 150 Kubikmeter Löschwasser in drei Containern vorgehalten.