Erste Kandidaten für denSüden Ostholsteins stehen fest
Landtagswahl 2027: CDU, SPD und FDP haben Anwärterinnen und Anwärter für ein Mandat in Kiel bestimmt.

Als Kandidatin für eine weitere Legislaturperiode gekürt: die Landtagsabgeordnete Wiebke Zweig mit Sebastian Schmidt, dem CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Ostholstein.Foto: CDU Kreisverband Ostholstein
Eutin. Am 18. April 2027 wählt Schleswig-Holstein einen neuen Landtag. Die ersten Parteien im Süden des Kreises Ostholstein haben ihren Kandidaten für die Wahl bereits nominiert und vorgestellt.

Der Süden des Kreises teilt sich bei den Landtagswahlen in zwei Wahlkreise auf: Der Wahlkreis 18 umfasst Bad Schwartau, Ahrensbök, Ratekau, Scharbeutz, Stockelsdorf und Timmendorfer Strand, in den Wahlkreis 16 fallen die Gemeinden Malente und Bosau sowie die Stadt Eutin.

Wiebke Zweig erneut

Kandidatin der CDU

„Ich freue mich riesig über den Rückenwind der Mitglieder“, sagt Wiebke Zweig. Die CDU-Landtagsabgeordnete aus Bad Schwartau wird bei den Wahlen im kommenden Jahr erneut als Kandidatin der Christdemokraten im Wahlkreis 18 antreten. Die Wahlkreismitgliederversammlung bestimmte sie mit 94,34 Prozent der Stimmen zur Anwärterin auf ein erneutes Mandat in Kiel.

Zweig war 2022 per Direktmandat in den Landtag eingezogen, hatte 45,4 Prozent der Erststimmen erhalten. „Ich bin bereit, mich auch weiterhin mit Herzblut und einer klaren Stimme für die Menschen in Ahrensbök, Bad Schwartau, Ratekau, Scharbeutz, Stockelsdorf und Timmendorfer Strand in Kiel einzusetzen“, sagt sie.

Vertreter im Wahlkreis

16 steht noch nicht fest

Wer für die CDU im Wahlkreis 16 antreten wird, steht bislang nicht fest. Der Kreisverband wählt den Kandidaten oder die Kandidatin erst am 3. Juni in Preetz. „Das liegt daran, dass wir Parteimitglieder aus zwei Kreisen zusammenbringen müssen, und da dauert es bei der Terminfindung einfach etwas länger“, erklärt der Kreisgeschäftsführer André Jagusch auf Nachfrage.

Die SPD schickt im Wahlkreis 16 Bastian Landschof ins Rennen. Der Bankbetriebswirt hat als Parteimitglied in Plön bereits zahlreiche Ämter in der Kommunalpolitik ausgeübt und versucht nun, den Sprung in die Landeshauptstadt zu schaffen. Einer der politischen Schwerpunkte Landschofs ist die Finanzierung der Kommunen. Er fordert zudem eine Gebührenfreiheit für Kitas, eine Förderung frühkindlicher Bildung, sozialen Wohnungsbau und die Einrichtung einer Landesbaugenossenschaft.

Für den Wahlkreis 18 hat die SPD ihren Kandidaten wiederum noch nicht bestimmt. Joerg Schimeck, Geschäftsstellenleiter der SPD in Ostholstein, berichtet von einer Fristverlängerung für die Aufstellung der Kandidaten in dem Wahlkreis. Die Kandidatenwahl soll am 11. Juni im Bürgerhaus in Scharbeutz stattfinden.

Maack und Zidorn gehen

für die FDP ins Rennen

Ein Konkurrent des noch nicht gewählten Kandidaten wird Tobias Maack sein. Der Diplom-Kaufmann aus Ahrensbök tritt im Wahlkreis 18 als Kandidat der FDP an. Maack ist Kreisvorsitzender und Kreistagsabgeordneter und erhielt auf der Wahlkreismitgliederversammlung 95 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Für Bürgerinnen und Bürger in Eutin, Malente und Bosau wird als Kandidat der FDP im Wahlkreis 16 Christian Zidorn auf dem Wahlzettel stehen. Der pharmazeutische Biologe und Naturstoffchemiker ist seit 2016 Professor an der Universität Kiel. Zuvor war er in Österreich, Neuseeland und Italien wissenschaftlich tätig und arbeitete zudem bei der Europäischen Kommission in Brüssel. Zidorn lebt seit seiner Rückkehr nach Deutschland 2016 in Preetz, ist dort seit 2023 Stadtvertreter und Vorsitzender des Ortsverbandes der Liberalen. Seine politischen Schwerpunkte liegen in der Bildungs- und Jugendpolitik.

Grüne, Linke und AfD haben ihre Kandidaten für beide Wahlkreise im Süden Ostholsteins noch nicht benannt. Bei den Grünen ist die Kandidatenwahl jeweils für den Sommer geplant, bei der AfD steht diese erst im Herbst an. bes

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