Volles Programm von morgens bis abends
In Lübeck beginnt der Museumstag bereits um 10 Uhr. Die Häuser der Museumslandschaft öffnen ihre Türen bei freiem Eintritt, lediglich für Führungen wird eine Gebühr von 4 Euro erhoben. Für viele Angebote – auch kostenfreie – ist aufgrund begrenzter Plätze allerdings eine vorherige Ticketreservierung erforderlich.Schon am Vormittag starten die ersten Programmpunkte: Um 11 Uhr gibt es gleich mehrere parallele Angebote. Im St.-Annen-Museum führt eine Expertin durch die neu präsentierten Danziger Paramente, während im Buddenbrookhaus Schauermärchen mit Petra Jankowsky beginnen. Bei diesen Geisterlesungen zur Familie Buddenbrook können die Zuhörerinnen und Zuhörer das Ende selbst beeinflussen. Ebenfalls um 11 Uhr startet im Industriemuseum Herrenwyk ein Rundgang durch die historische Werkssiedlung des ehemaligen Hochofenwerks, die seit vergangenem Jahr unter Denkmalschutz steht
Zwischen 12 und 15 Uhr lädt das Museum für Natur und Umwelt zu Mitmach-Experimenten rund um Chemie und Physik ein – kostenfrei und ohne Anmeldung. Parallel dazu beginnen um 12 Uhr mehrere Führungen, etwa im Museum Behnhaus Drägerhaus zum Thema „Frauen und Kunst um 1900“ oder in der Katharinenkirche zur wechselvollen Geschichte des Gebäudes.
Am Nachmittag stehen besondere Einblicke und Mitmachangebote im Mittelpunkt: Von 14 bis 17 Uhr können Besucherinnen und Besucher im St.-Annen-Museum Restauratorinnen bei der Arbeit am historischen Maria-Magdalenen-Retabel über die Schulter schauen – ein kostenfreies Angebot ohne Anmeldung.
Parallel dazu beginnen mehrere Führungen und Werkstattgespräche, etwa im Günter-Grass-Haus um 14 und erneut um 15 Uhr. Um 15 Uhr startet außerdem eine „Familienzeit“-Führung im Behnhaus, die speziell für Kinder ab vier Jahren und ihre Familien konzipiert ist – kostenfrei, aber mit Ticketpflicht.
Ein besonderes Erlebnis bildet am späten Nachmittag ein postkolonialer Stadtspaziergang ab 16 Uhr, der rund 90 Minuten dauert und neue Perspektiven auf Lübecks Geschichte eröffnet.
Auch das Europäische Hansemuseum beteiligt sich mit einem eigenen Programm: Hier beginnen um 11.15 und 14.15 Uhr Führungen durch die Dauerausstellung. Der Eintritt ist am Museumstag reduziert – 5 Euro, unter 18 Jahre frei –, während das benachbarte Burgkloster sogar komplett kostenfrei zugänglich ist. Den ganzen Tag über können Besucherinnen und Besucher zudem in offenen Workshops Briefe mit Büttenpapier und Wachssiegel gestalten oder fantasievolle Karten zeichnen – ohne Anmeldung.
Zwischen Bauklötzen und Schlossgeschichte
Das Dorf- und Schulmuseum in Schönwalde startet am Museumstag in die neue Saison – und das gleich mit einer besonderen Attraktion. Die Sonderausstellung „Die bunte Welt der Klemmbausteine“ entführt Besucherinnen und Besucher in die faszinierende Welt der kleinen Bausteine, die Generationen begeistert haben. Von den 1970er-Jahren bis heute spannt sich der Bogen der Ausstellung, die nicht nur nostalgische Erinnerungen weckt, sondern auch aktuelle Entwicklungen zeigt. Viele der Exponate stammen aus privater Sammlung und erzählen von einer Leidenschaft, die weit über das Kinderzimmer hinausgeht.Neben der Ausstellung lockt in Schönwalde auch das Museums-Café, das nach der Winterpause wieder öffnet. Hausgemachte Torten und Kuchen sowie Kaffee „satt“ sorgen für eine genussvolle Pause im historischen Ambiente – für viele Besucherinnen und Besucher ein ebenso wichtiger Bestandteil des Museumstags wie die Ausstellungen selbst.
In Eutin schließlich lädt das Schloss zu einem besonderen Kulturerlebnis ein. Am Museumstag ist der Eintritt frei, und gleich zwei Angebote stehen im Mittelpunkt: das Schlossmuseum mit seiner original erhaltenen Ausstattung sowie die große Sonderausstellung „Im Spiegel der Antike“. Über 50 Exponate zeigen die Welt antiker Heldinnen und Götter und treten in einen spannenden Dialog mit der historischen Einrichtung des Schlosses.Geführte Rundgänge durch die Beletage um 11.30 und 14.30 Uhr, durch die Sonderausstellung um 13 Uhr oder durch den weitläufigen Schlossgarten um 12 Uhr bieten vertiefende Einblicke. Gerade der Garten zeigt sich im Mai von seiner schönsten Seite und macht den Museumsbesuch zu einem Erlebnis für alle Sinne. Für Kinder gibt es zudem eine kostenfreie Rätsel-Rallye, die spielerisch durch die Ausstellung führt und Wissen mit Spaß verbindet.
Alle teilnehmenden Museen und weitere Informationen zu Preisen oder Anmeldungen finden sich unter www.museumsbund.de