Seit vielen Jahren setzt sich der SV Dissau für die Umwandlung des vorhandenen, inzwischen stark abgenutzten Grandplatzes ein. Eine reine Erneuerung des aktuell nicht mehr bespielbaren Platzes würde bereits einen sechsstelligen Betrag erfordern. Mit der nun in Aussicht stehenden Förderung kann jedoch ein zukunftsfähiger Kunstrasenplatz realisiert werden, der deutlich höhere Nutzungsmöglichkeiten bietet.
Zwar seien die Investitionskosten für einen Kunstrasenplatz höher als für einen Naturrasenplatz, jedoch glichen sich die Kosten für Errichtung, Wartung und Instandhaltung über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren an, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde Stockelsdorf. Gleichzeitig biete ein Kunstrasenplatz mit bis zu 2000 Nutzungsstunden pro Jahr eine deutlich höhere Auslastung als ein Naturrasenplatz, der in der Regel auf etwa 800 Stunden jährlich begrenzt sei.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich laut aktueller Kostenschätzung auf rund 1,2 Millionen Euro. Mit einer Förderquote von 45 Prozent ergäbe sich eine Fördersumme von etwa 540.000 Euro.
Bereits in ihrer Sitzung im Dezember hatte die Gemeindevertretung die Verwaltung mit der Antragstellung beauftragt. Mit der nun erfolgten Bewilligung können die Planungen konkretisiert und die nächsten Schritte vorbereitet werden. Eine abschließende Entscheidung über die Umsetzung des Projekts wird durch die politischen Gremien der Gemeinde getroffen.
Julia Samtleben zeigt sich hocherfreut: „Die Nachricht aus Berlin ist ein großer Erfolg für unsere Gemeinde und insbesondere für den SV Dissau. Damit rückt die Realisierung des lange gehegten Wunsches nach einem modernen Kunstrasenplatz endlich in greifbare Nähe. Die Investition stärkt nicht nur den Vereins- und Breitensport, sondern kommt der gesamten Region zugute“, so die Bürgermeisterin. „Ich danke allen Akteuren für die tolle Zusammenarbeit, insbesondere Thomas Labandt vom Vorstand des SV Dissau und Andreas Otto vom Förderverein und natürlich meinen beiden Mitarbeitenden Silke Repenning und Marc Papendorf, die gemeinsam den Förderantrag aufbereitet und eingereicht haben.“
Auch beim SV Dissau ist die Freude groß: „Die Idee für den Kunstrasen haben wir schon seit über zehn Jahren Im Kopf. Dass die Fördermittel jetzt kommen, ist zwar unerwartet, dafür aber umso erfreulicher!“, so Thomas Labandt, 1. Vorsitzender. Der Verein sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Entwicklung seiner Sportanlagen und zur Verbesserung der Trainings- und Spielbedingungen für alle Altersklassen.
„Die Gemeinde Stockelsdorf bedankt sich auch bei unseren beiden Bundestagsabgeordneten aus Ostholstein Bettina Hagedorn und Sebastian Schmidt. Beide sind im Haushaltsausschuss und haben sich für dieses Projekt eingesetzt“, so Bürgermeisterin Julia Samtleben.