Gesundheits-tipp
Was tun bei Muskel- und Wadenkrämpfen?

Joerg Ortmann,Inhaber der Pinguin-Apotheken, gibt Gesundheits-Tipps.

Besonders nach anstrengenden Tagen können nachts die Muskeln krampfen. Dabei spannt sich der Muskel an, ohne sich wieder zu entspannen. Geradezu typisch sind Krämpfe in den Waden, doch grundsätzlich kann jeder Muskel plötzlich krampfen. Ein solcher Krampf ist oft schmerzhaft, aber glücklicherweise meist schnell wieder vorbei. Auch die Ursachen sind in aller Regel harmlos.

Mit Abstand der häufigste Grund für Muskelkrämpfe ist schlicht die Überlastung des Muskels. Krämpfe treten deswegen meistens dann auf, wenn man tagsüber ungewohnter körperlicher Anstrengung nachgegangen ist oder beim Sport stärker gefordert war. Zwar krampfen gut trainierte Muskeln seltener, weshalb Sport und Bewegung hier grundsätzlich vorbeugen, aber dennoch kennen gerade Sportler die typischen Krämpfe durch hohe Belastung.

Auch wer beruflich den ganzen Tag auf einer Veranstaltung auf den Beinen war, wird nachts gerne einmal von Wadenkrämpfen überrascht. Vor allem Frauen können auch durch die Schuhwahl Einfluss nehmen: Die Haltung und die Belastung in High Heels begünstigen nämlich spätere Krämpfe in den Waden oder auch in den Füßen.

Eine weitere weit verbreitete Ursache ist der Mangel an Mineralstoffen, zum Beispiel Natrium, Kalzium, aber hauptsächlich Magnesium. Auf eine ausreichende Versorgung mit diesen Nährstoffen zu achten, sorgt also meistens auch für weniger Krämpfe.

Wie kann man

gegensteuern?

Wenn der Muskel erst einmal krampft, gibt es einige effektive Sofortmaßnahmen:

■ vorsichtiges Dehnen

■ Wärme

■ vorsichtige Belastung

■ vorsichtige Anspannung

Auch im Falle von Muskelkrämpfen „funktioniert“ nicht jeder Körper gleich. Während bei manchen Personen Dehnen hilfreich ist, kann es das bei anderen nur schlimmer machen und dagegen vorsichtige Belastung das Mittel der Wahl sein. Man muss also möglicherweise ein wenig herumprobieren, um festzustellen, wie sich Krämpfe im persönlichen Fall am besten und schnellsten wieder lösen lassen. Tritt ein Muskelkrampf beim Sport auf, ist der erste Schritt, eine Pause zu machen, um dem Muskel Erholung zu gönnen.

Nach dem Sport hilft man der Muskulatur, indem man den Mineralstoffhaushalt ausgleicht. Beim Sport verliert man durch Schwitzen nämlich zusätzlich Mineralstoffe. Hilfreich sind in diesen Situationen isotonische Getränke oder auch eine kleine Menge Salz in einem Glas Wasser.

Über eine Muskulatur-freundliche Ernährung hinaus gibt es weitere kleine Angewohnheiten im Alltag, die helfen, Krämpfen vorzubeugen. So muss zum Beispiel die Durchblutung sichergestellt sein, um Muskeln mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen zu können. Ob dies optimal funktioniert, hängt auch stark von der Körperhaltung ab. Wer den ganzen Tag sitzt oder eine ungünstige Position zum Schlafen einnimmt, macht es der Durchblutung schwerer. Deswegen hilft es, wenn man zwischendurch immer einmal wieder aufsteht und ein paar Schritte geht.

Wird man häufig nachts von Muskelkrämpfen überrascht, hilft es womöglich, tagsüber für etwas mehr Magnesium zu sorgen. Außerdem kann man seine Haltung beim Einschlafen überprüfen und beispielsweise auf die richtige Matratze achten.

Gesunde Grüße aus den

Pinguin-Apotheken



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