Neubau und Abriss: So verändert sich Stockelsdorf
An der Ahrensböker Straße entstehen 27 Eigentumswohnungen – Alte Post wird abgerissen.

Die alte Post an der Ahrensböker Straße in Stockelsdorf wird bald abgerissen. Später soll dort dieser Neubau mit 27 Wohnungen entstehen.Visualisierung: Nordiska Haus
Stockelsdorf. Die Bauzäune stehen, jetzt geht es los: In wenigen Wochen wird die alte Post in Stockelsdorf Geschichte sein. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen Nordiska-Haus den Abriss angekündigt. Jetzt rollen die Bagger an. „Aktuell wird im Inneren alles entkernt“, sagt Geschäftsführer Tim Swars. „Danach fangen wir an abzureißen.“

Auf dem Eckgrundstück Ahrensböker Straße/Marienburgstraße soll ein Neubau mit 27 Eigentumswohnungen entstehen. Der Vertrieb ist bereits angelaufen, die Resonanz sei enorm, berichtet Swars. Grund dafür sei aus seiner Sicht auch, dass man die Wohnungen zu fairen Preisen anbiete. Größentechnisch variieren sie zwischen 40 und knapp 90 Quadratmetern. Swars rechnet damit, dass einige Wohnungen von privaten Investoren erworben und dann vermietet werden. Anders als zunächst angedacht, soll es keine Gewerbeflächen mehr geben. Auch ein Kellergeschoss sowie eine Parkgarage sind in den aktuellen Plänen aus Kostengründen nicht mehr enthalten.

Neubau soll 2028 fertig sein

Wenn alles nach Plan läuft, soll der Neubau in zwei bis drei Jahren bezugsfertig sein. Abhängig sei das auch vom Winter, der bei besonders strengen Temperaturen den Zeitplan etwas nach hinten verschieben könnte.

Bereits deutlich sichtbar ist der Neubau direkt neben dem alten Postgelände, der unter der Leitung des Baumanagements Marco Fibelkorn entsteht. Dort befinden sich derzeit sechs Eigentumswohnungen im Bau. Und die Nachfrage war auch hier groß: Aktuell sind nur noch zwei Wohnungen verfügbar, vier sind bereits verkauft.

Pyramide steht lange leer

Unklar ist seit Jahren die Zukunft der gläsernen Pyramide. Das Gebäude, in dem verschiedene Gastronomen ansässig waren, steht seit Jahren leer. Von außen erinnern noch Schilder und Schriftzüge an den letzten Pächter, der dort internationale Speisen angeboten hat. Auch im Inneren stehen bis heute Reste der Ausstattung. Der Betrieb wurde aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Ein Lübecker Investor wollte das Gebäude abreißen und dort Wohnraum sowie Gewerbeflächen schaffen. Schon vor zwei Jahren wurden die Pläne und Visualisierungen vorgestellt. Für eine Umsetzung musste aber zunächst der Bebauungsplan geändert werden. Andernfalls dürfte an gleicher Stelle nur in Tetraeder-Form gebaut werden. Laut Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD) gebe es keinen neuen Stand.

Auch gegenüber der Pyramide könnte sich etwas verändern. Das Wohn- und Geschäftshaus in der Segeberger Straße 9 steht zum Verkauf. Knapp vier Millionen kostet das Gebäude, in dem sich etliche Wohnungen sowie ein Versicherungsbüro und ein Personalvermittler befinden.

Hier entsteht Wohnraum

Neuer Wohnraum entsteht derweil an gleich mehreren Stellen in der Gemeinde. Bis Ende 2027 errichtet der Lübecker Bauverein in der Franzhörn 42 moderne Genossenschaftswohnungen. Parallel dazu plant die Bauhütte Lübeck auf dem Gelände drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 33 Wohnungen.

An der Ahrensböker Straße entstehen zudem 64 Eigentumswohnungen im sogenannten Quartier 91. Der Bau ist bereits im Gange. Zwei Gebäudekomplexe wird die Gemeinde erwerben und dort 18 sozial geförderte Wohnungen anbieten.

Dazu will die Gemeinde an der Max-Hamerich-Straße zwei weitere Gebäude mit insgesamt elf geförderten Wohnungen bauen lassen. Die Kosten liegen bei rund vier Millionen Euro, die Höhe der Förderung ist noch offen. MWE
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